BVB / Freie Wähler LDS: Schuljahr startet mit massiven Kürzungen – Belastungsgrenze längst überschritten

Der Start ins neue Schuljahr verlief im Landkreis Dahme-Spreewald so schwierig, wie viele Schulleitungen und Lehrkräfte es bereits befürchtet hatten. In nahezu allen Schulen wurden die Stundenkontingente massiv gekürzt – mit deutlichen Folgen für Unterrichtsqualität und Arbeitsbelastung. Während der Bildungsminister davon spricht, dass die Stundentafel abgedeckt sei, bleiben die Kürzungen bei Förderunterricht, Arbeitsgemeinschaften oder Teilungsstunden völlig außer Acht – teils mit Reduzierungen von bis zu neun Prozent.
„Wir haben weniger Lehrerinnen und Lehrer für immer mehr Schülerinnen und Schüler – das ist die bittere Realität an unseren Schulen“, sagt Manuel Pape, Kreissprecher von BVB / Freie Wähler LDS und selbst Sonderpädagoge. „Die Kollegien waren bereits zu den Herbstferien so platt wie sonst zu den Sommerferien. Das habe ich in dieser Form noch nie erlebt.“
Trotz der anhaltenden Überlastung kündigt das Land weitere Kürzungen zum zweiten Halbjahr an. Die vielbeschworenen Entlastungsmaßnahmen entpuppen sich dabei als reine Makulatur: Sie kommen weder in der Praxis an noch führen sie zu spürbaren Verbesserungen im Schulalltag.
„Es kann nicht sein, dass Lehrkräfte auf dem Zahnfleisch gehen, während das Bildungsministerium von ,Anpassungen‘ und ,Optimierungen‘ spricht“, kritisiert Pape. „Wann endlich reagiert die Landesregierung und steuert gegen? Bildungspolitik darf nicht länger auf dem Rücken der Kinder und Pädagogen ausgetragen werden.“
BVB / Freie Wähler fordern kurzfristige Maßnahmen zur Stabilisierung des Unterrichtsbetriebs, eine realistische Personalplanung sowie eine ehrliche Entlastungsstrategie, die diesen Namen auch verdient.
Es ist nicht mehr 5 vor 12, es ist längst halb eins.